Greenpeace: Kernkraft seit 1950 mit mehr als 200 Milliarden Euro gefördert

Einer Studie des  Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft zufolge, die  im Auftrag von Greenpeace erstellt wurde, wurde die Kernkraft seit 1950 mit mehr als 200 Milliarden Euro gefördert. Diese Studie ist die erste umfassende Bilanzierung der staatlichen Förderung von Atomkraft in Deutschland, hier:

Atomstrom: “Nicht nur die gefährlichste, sondern auch die teuerste Form der Stromerzeugung”

Laut einer Greenpeace-Studie ist die Nutzung der Kernkraft seit 1950 mit mehr als 200 Milliarden Euro gefördert worden. Die Laufzeitverlängerung verursache weitere Kosten.

13.10.2010 dpa – Atomstrom ist nicht so billig, wie die Bundesregierung es oft darstellt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Seitdem in den fünfziger Jahren die ersten Pläne zur Nutzung der Kernenergie in Deutschland gemacht wurden, seien rund 204 Milliarden Euro Fördergelder in die Technologie geflossen.

Diese setzten sich aus Finanzhilfen des Bundes und Kosten für die Atommülllager Asse 2 und Morsleben zusammen. Die größten Posten machten Zuschüsse für Forschung und Entwicklung sowie Steuervergünstigungen für die AKW-Betreiber aus. Selbst ohne die von der Bundesregierung geplante Laufzeitverlängerung kämen weitere 100 Milliarden Euro Kosten hinzu, teilte Greenpeace am Mittwoch mit. Die Studie war beim Forum Ökologische-Soziale Marktwirtschaft in Auftrag gegeben worden.

Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace sagte: “Atomkraft ist nicht nur die gefährlichste, sondern auch die teuerste Form der Stromerzeugung.” Sollte die Bundesregierung die Verlängerung der AKW-Laufzeiten um acht bis vierzehn Jahre durchsetzen, fallen Greenpeace zufolge weitere Kosten an.

Auf den Durchschnitt der vergangenen 60 Jahre gerechnet, wurde jede Kilowattstunde Strom aus Kernkraftwerken mit 4,3 Cent gefördert. In den fünfziger Jahren betrug die Subvention umgerechnet mehr als einen Euro, heute sind es noch etwa 3,7 Cent.

Greenpeace kritisiert außerdem, dass der Subventionsbericht der Bundesregierung die tatsächliche Höhe der Steuerzuschüsse verschleiere. Dort würden allein die Kompensationen für Land- und Forstwirtschaft nach dem Unfall im sowjetischen AKW Tschernobyl 1986 erfasst, die sich auf rund 200 Millionen Euro beliefen.

Die Subventionen lägen sogar noch weitaus höher, wenn die Risiken der Atomkraftnutzung in die Berechnung einbezogen würden. Welche Kosten ein Unfall in einem deutschen AKW verursachen würde, sei aber nicht exakt zu berechnen.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-10/atomkraft-subventionen-greenpeace

Eine Antwort zu Greenpeace: Kernkraft seit 1950 mit mehr als 200 Milliarden Euro gefördert

  1. Mal wieder ein Beweiß, dass die lieben Politiker einfach nicht rechnen können, alles wird schön gefärbt. Man hätte das Geld lieber gleich in die erneuerbaren Energien oder das Netz stecken sollen, da wären sie wohl sinnvoller aufgehoben gewesen.

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